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Windows auf dem MacBook Pro

Published on Thursday, 6. April 2006, 02:03.
About: windows, mac os, macbook
Heute Nacht hab ich mir mal den Spaß gegönnt, Windows zu installieren. Diese dahingehackten Dual-Bootloader waren mir immer etwas zu spanisch, aber wenn Apple mit Boot Camp selbst sowas macht - was kann da schon schiefgehen.



Die Systemvoraussetzungen
  • Ein Mac mit Intel-Prozessor
  • Die aktuellste Firmware, die man bei Apple herunterladen kann
  • Mindesten Mac OS X 10.4.6, das am 4.4.06 als Update veröffentlicht wurde (über die Software-Aktualisierung)
  • Eine Windows XP Servicepack 2 CD (keine Updates, keine älteren Versionen, genau die genannte!)
Außerdem sollte man zur Hand haben
  • Ca. 2 Stunden Zeit
  • Eine Rohling für die Treiber, die Apple zur Verfügung stellt
Zunächst sollte man das Firmware-Update durchführen. Ohne die neueste Firmware fuktioniert Boot Camp nicht. Nachdem also das Update gemacht ist, startet man Boot Camp und brennt die CD mit den Treibern, die man später bei Windows braucht. Fast alle Hardwarekomponenten, für die es bislang keine Treiber gab, werden jetzt unterstütz. Lediglich iSight, die Hintergrundbeleuchtung der Tatstatur, die Apple-Fernbedinung und das USB Modem werden nicht unterstützt.

Danach bestimmt man die Größe der Partition für Windows, 5 GB sind voreingestellt, ich hab die 15 GB groß gemacht. Wer weiß, wofür man den Platz noch braucht.
Interessant bleibt die Frage: Wie lange darf man die Beta von Boot Camp verwenden? Apple verweist zwar immer wieder darauf, dass sie zeitlich limitiert ist, aber einen Hinweis auf ein Datum sucht man vergebens. Wozu brauche ich Boot Camp überhaupt noch, wenn die Installation einmal vollzogen ist? Also: besser den zweiten Rat befolgen und nicht wirklich wichtiges machen, bevor Boot Camp nicht in Leopard fest integriert ist.



Nach dem Nestart dann der Windows Installationsvorgang. Beim ersten Versuch wurde bei mir die interne Tastatur nicht erkannt. Beim nächsten Start hab ich dann alle Geräte vom USB getrennt und nicht an der Maus rumgespielt - wie beim Versuch vorher. Diesmal klappt es.
Der Installationsvorgang dauert recht lang, ich würde schätzen eine Stunde.

Zunächst sieht alles etwas komisch aus (die passenden Grafiktreiber fehlen noch), aber nach dem ersten Start kann man die selbsgebrannte CD von Apple ins Laufwerk legen und die fehlenden Treiber nachrüsten. Das geht unkompliziert und schnell, alles ist in einen Installer gepackt. Ich konnte auf die Schnelle erkennen, dass Bluetooth, Airport und die Grafiktreiber nachinstalliert werden.



Tja, und dann ist das Windows komplett. Dies ist das erste Posting, das ich vom MacBook mit Win XP schreibe. Keine Sorge, zur Regel wird's nicht, aber zum Webseiten checken und um die Steuer mit Elster vorzubereiten kann ich auf mein TchiBook fortan verzichen.

Zwei Dinge noch:

1. Wie man zurück zum Mac OS kommt? Während des Startvorgangs die Alt-Taste drücken. Man bekommt ein Auswahlmenü mit den Installierten Systemen. Bei Mac OS kann man in der Systemsteuerung dann noch festlegen, welches das Standard-Betriebssystem sein soll - wie in alten guten OS 9 Zeiten, als man noch hin und herschalten musste.
2. Man hat keinen Zugriff auf die Mac OS Partition. Eine gute Entscheidung also, die Partition etwas größer zu machen. So habe ich hier einen 15 GB großen Sandkasten, in dem ich alles schön ausprobieren kann. Das nächste wird sein: mein Handy per Bluetooth verbinden und die Fotos runterladen, die zu diesem Artikel gehören.

[Update]

Vom Mac aus kann man auf die Win-Partition zugreifen. Vielleicht müßte man mal MacDrive oder ein anderes Programm unter Windows ausprobieren, mit dem Mac-formatierte Festplatten für Windows benutzbar werden. So mutig bin ich allerdings noch nicht.

4 Comments:

nziq at Thursday, 6. April 2006, 03:00
wicked cool micha. na das is ja wirklich mal ein anreiz, über nen halbherzigen switch nachzudenken. hmmmm
sam at Thursday, 6. April 2006, 10:11
da stellt sich nun auch fürmich die frag :)....
skek, Thursday, 6. April 2006, 15:29
halbherzig schmalzgerzig. wenn ich euch nen tip geben darf. wechselt einfach. wer braucht schon windows schmindows. der apple ist einfach besser, da muss man nicht erst so nen quatsch auf die festplatte blömseln.

vielleicht hab ich meine vereinsbrille auf, kann sein, aber die steht mir tausendmal besser, als diese dell-möhre vor der ich jeden tag sitzen muss. buäh
mikk at Thursday, 13. April 2006, 19:18
http://www.barefeats.com/bootcamp.html

Benchmarks zwischen Mac OS X und Windows auf einem Powerbook. Es werden Universal binaries mit nativen Windows-Programme verglichen. Auch der etwas ungleiche Vergleich zwischen in Rosetta-emulierten und Windows-Programmen wird gezogen.

Der Schluss: Mac OS X ist mit Universal binaries schneller als Windows mit den vergleichbaren, nativen Anwendungen (mit Ausnahme von krassen 3D-Spielen). Über die Programme, die über Rosetta laufen, brauchen wir nicht zu sprechen: Windows hängt Rosetta - beispielsweise bei Photoshop - deutlich ab.


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